Südlich von Bayreuth ist der neue Windpark Tannberg-Lindenhardt entstanden. Ende September wurde das letzte der vier Windräder fertig montiert und ans Stromnetz angeschlossen. Heute haben die Bayernwerk Natur GmbH (BAGN), die Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co KG (REWAG) und die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft den Kaufvertrag für das mehr als 20 Millionen Euro umfassende Projekt unterzeichnet. „Der Windpark Tannberg-Lindenhardt ist für uns ein wichtiger Schritt in die Windkraft-Technologie“, erklärte BAGN-Geschäftsführer Werner Dehmel bei der Unterzeichnung des Vertrags in Regensburg.
„Bayernwerk Natur ist seit vielen Jahren in der dezentralen, effizienten und regenerativen Erzeugung tätig. Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie und Bioenergie waren bislang unsere wesentlichen technologischen Grundlagen“, so Werner Dehmel weiter. Die Bayernwerk Natur GmbH möchte ihren Beitrag zur Gestaltung der Energiezukunft in Bayern ausweiten. Bis Ende des Jahres wird BAGN rund 150 dezentrale Erzeugungsanlagen in den unterschiedlichen Regionen Bayerns betreiben. Auch das Engagement in der Windenergie solle fortgeführt werden. Für den REWAG-Vorstandsvorsitzenden Olaf Hermes ist der Kauf des neuen Windparks die konsequente Fortsetzung der Unternehmensstrategie, die Energie-Eigenerzeugung durch regenerative und effiziente Anlagen weiter auszubauen. BEW-Geschäftsführer Jürgen Bayer sieht in der Investition in den Windpark Tannberg-Lindenhardt den Beweis, dass die Energiewende für sein Unternehmen keine leere Worthülse sei.
Strom für 8000 Einfamilienhäuser
Der neue Windpark Tannberg-Lindenhardt besteht aus vier Windkraftanlagen. Die Anlagen haben eine Leistung von je drei Megawatt, einen Rotorblattdurchmesser von 101 Metern sowie eine Nabenhöhe von 149 Metern. Alle vier können insgesamt pro Jahr rund 27 Millionen Kilowattstunden umweltschonenden Strom aus Windkraft gewinnen, was dem Jahresbedarf von rund 8.000 Einfamilienhäusern entspricht. Das bedeutet eine Einsparung von über 14.000 Tonnen Kohlendioxid. Der Windpark wurde von der Firma Ostwind auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten errichtet.